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Nistkästen bauen

 

       
         

 

Sie schleifen und polieren, bohren und schrauben. Kinder und Erwachsene sind zur Aktion der Kolpingsfamilie und der Stadt Velen am Samstag in den Keller des Hauses der Begegnung gekommen. Ihr Ziel: der Bau von 100 Nistkästen, um damit dem Eichenprozessionsspinner den natürlichen und ökologisch-freundlichen Kampf anzusagen.

Gerhard Meyer, Leiter des Bastelkellers der Kolpingsfamilie, und sein Sohn Holger haben im Vorfeld alles vorbereitet. 1800 Löcher sind schon gebohrt, etwa 200 Meter Holz zugeschnitten. Handwerkliches Geschick beweisen hier sowohl die kleinen als auch die großen Besucher. Auch Bürgermeisterin Dagmar Jeske schaut vorbei und zeigt Talent im Umgang mit dem Bohrer. Ein kurzer prüfender Blick auf ihr Ergebnis, und sie freut sich: „Das passt wie Arsch auf Eimer.“ Immer mehr Nistkästen entstehen für die natürlichen Feinde der kleinen Raupen mit ihren brennenden Haaren. „Wenn das weiter so gut läuft, machen wir das auch in Ramsdorf“, verrät die Bürgermeisterin. Erste Gespräche mit dem Heimatverein habe es schon gegeben.

„Vielleicht helfen die Nistkästen nicht sofort, aber auf Dauer kann es doch was bringen“, betont Jeske. Schließlich haben viele Vögel die Raupen zum Fressen gern. Velen möchte weniger Gift einsetzen. Bislang kamen Chemie-Keulen und Baumringe zum Einsatz. Nun werden sie mit ökologischen Ideen wie den Vogel-Nisthilfen ergänzt: „Die neuen Brutstätten sind robust und halten länger“, erklärt Gerhard Meyer. Im Frühjahr werden die Kästen vor der Brutsaison ihren Platz finden. Dann muss sich unter den Vögeln nur noch herumsprechen, dass sie hier in Ruhe brüten können und die Nahrung gleich vor der eigenen Haustür haben.

 

Quelle: Borkener Zeitung, 14.01.20

 

 

Bastelkeller der Kolpingsfamilie Velen

 

Der Bastelkeller der Kolpingsfamilie Velen ist eine Institution. Im Sommer 1969 wurden die Räume im ehemaligen Pfarrheim hergerichtet. Wenig später starteten die ersten Bastelgruppen unter Leitung Ewald Kremers. Seit 1984 ist Gerhard Meyer (66) Gruppenleiter für Bastel-Freunde. Vielen Kindern hat er die ersten Handgriffe vor allem im Umgang mit Holz beigebracht.

Ein neues Zuhause hat der Bastelkeller seit einigen Jahren im Haus der Begegnung. In den ursprünglichen Plänen für den Anbau war kein Keller vorgesehen. Die Mitglieder der Kolpingsfamilie drangen mit ihrem Wunsch nach einem Fortbestand dieser Einrichtung aber beim Kirchenvorstand durch. Beim Umzug 2017 wurde vieles erneuert. Es wurden neue Maschinen und Werkbänke angeschafft.

„Der Bedarf war ja da“, sagt Gerhard Meyer. Er ist gelernter Schlosser und arbeite gerne mit Holz. Meyer präsentiert ein Regal voll mit unterschiedlichen Arbeiten der Kinder. Dort stehen Spielzeug, Futterhäuser, Nistkästen, Lastkraftwagen, Züge, sogar ein Fußballfeld.

„Als Erstes lernen die Kinder, an der elektrischen Laubsäge zu arbeiten. Die ist ungefährlich. Sie sägen und machen mit den Arbeiten Fensterkreuze. Verletzungen habe es noch nicht gegeben – „nur Holzsplitter im Finger und Kratzer“, sagt Meyer.

Die Kinder zahlen lediglich ein wenig für das Material. „Und wenn das Geld knapp wird, sponsort auch mal der Pfarrer etwas“, erklärt der Bastel-Leiter.

An diesem Tag arbeiten Bennet, Fabian, Gabriel und Linus im Keller. Sie bauen Waggons für einen Zug. Die Teile sind zusammengesetzt und werden noch geschliffen. Den Kindern gefällt es, dass sie hier nicht streng bauen müssen, sondern auch rumlaufen und einfach mal mit dem Fußballfeld spielen können. „Es entstehen Gruppen, die sich manchmal über Jahre gemeinsam wieder anmelden. So wird die Begeisterung für Holzarbeiten geweckt“, so Meyer. Einige der Schützlinge aus dem Kolpingkeller haben aus ihrem Hobby sogar später einen Beruf gemacht. „Ich bin durch den Spaß am Basteln bei der Kolpingsfamilie zum Schreiner geworden“, berichtet Hubert Weilinghoff, Vorsitzender der Kolpingsfamilie.

Früher wurden die Arbeiten auf Basaren und amStand der Lebenshilfe angeboten. „Heute geht es mehr darum, dass die Kinder etwas für sich und zum Verschenken basteln. In den Zeiten von Handy, Computer und Ganztagsschule hat die Zahl der Kinder im Bastelkeller zwar abgenommen, aber es gibt noch immer zwei Gruppen“, so Meyer. Das sind im Moment sieben Jungen und zwei Mädchen im Altervon neun bis 14 Jahren.

Der Keller ist auch für andere Gruppen eine Bereicherung. Zuletzt bastelten die Kolpingfrauen hier unter Anleitung Advents-Steelen und Osterartikel. Auch die Messdiener und andere Vereine nutzen den Keller nach Absprache. „Wir bieten das Basteln im Winter an, etwa von den Herbstferien bis zu den Osterferien. Ich verwalte die Anmeldungen. Mal einen Nachfolger zu finden, das wird schwierig. Es geht schon viel Zeit drauf. Aber mir macht es noch Spaß, es ist halt mein Hobby“, sagt Meyer.

 

Quelle: Borkener Zeitung, 18.01.20

 

 

 

 

Der Begriff ist bereits zu einem geflügelten Wort geworden. Seit 1969 fasziniert der Bastelkeller im Pfarrheim Kinder und Jugendliche, aber auch etliche Erwachsene. In den Betrachtungen zur Geschichte ist bereits auf die wichtige Rolle hingewiesen worden, die diese Einrichtung für die Kolpingsfamilie gespielt hat. Aus den ersten Bastelgruppen rekrutierten sich die ersten Mitglieder des Velener Jungkolpings. Das war allerdings nicht vorrangiges Ziel der Einrichtung. Vielmehr ging es zunächst einfach nur darum, den Kindern und Jugendlichen der Germeinde ein attraktives Freizeitangebot zu unterbreiten.

Im Sommer 1969 wurden die Kellerräume im Pfarrheim hergerichtet und der Bastelkeller eingerichtet. Unter Anleitung erfahrener Handwerker und Hobbybastler wurden Holzspielzeug, Nisthilfen und Futterkästen für Vögel, Bastarbeiten, Stein- und Glasmosaike, Emailearbeiten und anderes mehr gefertigt. Erstaunlicherweise findet dieses Angebot auch heute noch und trotz der Fülle anderer Freizeitmöglichkeiten sein Publikum. Das mag daran liegen, dass beim Basteln in erster Linie nicht konsumiert wird, sondern Produkte aus eigener Hand geschaffen werden. Letzteres schafft bekanntlich mehr Zufriedenheit als der bloße Besitz einer Sache.

 

 

Ansprechpartner

Gerd Meyer
Holtwieske 17, Velen
Telefon: 02863 2911
E-Mail

Kolpingsfamilie Velen | Vorstand@Kolping-Velen.de | Mobil 0171 933 13 93